Berliner, Krapfen, Donuts und Quarkbällchen sind klassisches Hefe- oder Quarkteig-Gebäck, das durch Frittieren seine typische Kruste und den charakteristischen hellen Rand bekommt. Die größte Herausforderung: gleichmäßiges Garen, ohne dass der Teig innen roh oder außen zu dunkel wird.
Berliner frittieren
Berliner werden bei moderater Temperatur von 160–170 °C etwa 2–3 Minuten pro Seite frittiert. Eine zu hohe Temperatur lässt die Außenseite zu schnell bräunen, während der Hefeteig im Kern noch nicht durchgegart ist. Der bekannte helle Ring am Umfang entsteht dadurch, dass der Teig während des Frittierens im Fett aufgeht und der mittlere Teil weniger direkten Ölkontakt hat.
Varianten: vegan, mit Apfel, ohne Frittieren
Vegane Berliner-Teige auf Basis von Pflanzenmilch und ohne Ei lassen sich nach demselben Prinzip frittieren, benötigen aber oft eine Minute länger, da pflanzliche Teige tendenziell etwas feuchter sind. Apfelberliner mit einer Apfelfüllung folgen den gleichen Temperaturen, wobei auf eine gut verschlossene Naht geachtet werden sollte, damit die Füllung nicht ausläuft. Wer ganz auf Frittieren verzichten möchte, kann Berliner alternativ im Backofen bei etwa 180 °C für 12–15 Minuten backen – das Ergebnis ist heller und weniger fettig, aber auch etwas trockener in der Kruste.
Krapfen frittieren
Krapfen werden ähnlich wie Berliner bei 165–170 °C für rund 2–3 Minuten je Seite frittiert, bis eine gleichmäßig goldbraune Farbe und der typische helle Rand entstehen. Regionale Rezeptvarianten unterscheiden sich vor allem in Teigzusammensetzung und Füllung, die Frittiertemperatur bleibt aber weitgehend gleich.
Donuts frittieren – und Alternativen ohne Frittieren
Klassische Hefe-Donuts werden bei 170–175 °C etwa 1–2 Minuten pro Seite frittiert, bis sie goldbraun sind. Wer Donuts ganz ohne Frittieren zubereiten möchte, kann auf gebackene Varianten in speziellen Donut-Backformen zurückgreifen (meist 180 °C, 8–10 Minuten) – diese ähneln geschmacklich eher einem Gebäck als einem klassischen Donut, sind aber deutlich fettärmer.
Quarkbällchen
Quarkbällchen aus Quark-Ei-Mehl-Teig werden bei 175–180 °C für etwa 3–4 Minuten frittiert, bis sie rundum goldbraun sind – dabei regelmäßig wenden, damit sie gleichmäßig Farbe annehmen. Der Teig lässt sich bequem im Thermomix zubereiten, das eigentliche Frittieren erfolgt aber weiterhin klassisch in Topf oder Fritteuse. Als Alternative ohne Frittieren eignet sich der Backofen bei 190–200 °C für 15–18 Minuten, wenn auch mit weniger Knusprigkeit.
Die 5 häufigsten Fehler bei Berlinern, Donuts & Krapfen
- ❌ 1. Öl zu heiß (über 175 °C) Außen verbrannt, innen roh – immer mit Thermometer arbeiten!
- ❌ 2. Teig nicht gehen gelassen Der Teig braucht genug Zeit zum Aufgehen, sonst bleibt er schwer und fettig.
- ❌ 3. Zu viel Füllung Platzt beim Frittieren auf – lieber sparsam füllen und gut verschließen.
- ❌ 4. Zu früh gewendet Erst wenden, wenn die Unterseite goldbraun ist – sonst fällt der Teig zusammen.
- ❌ 5. Nicht abtropfen lassen Auf Küchenpapier abtropfen, sonst werden sie labbrig.
Häufige Fragen zu Berliner, Donuts & Krapfen
Bei welcher Temperatur Berliner frittieren?
160–170 °C, etwa 2–3 Minuten pro Seite.
Kann man Berliner ohne Frittieren backen?
Ja, im Backofen bei etwa 180 °C für 12–15 Minuten, mit trockenerer Kruste.
Wie lange Krapfen frittieren?
165–170 °C, rund 2–3 Minuten je Seite.
Kann man Quarkbällchen im Thermomix ohne Frittieren machen?
Der Teig ja, das Frittieren erfolgt klassisch; als Ofen-Alternative 190–200 °C für 15–18 Minuten.
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