Fritteuse und Kochtopf sind nicht die einzigen Geräte, mit denen sich Frittiertes zubereiten lässt – oder etwas, das ihm zumindest sehr nahekommt. Thermomix und Heißluftfritteuse tauchen in Suchanfragen immer wieder auf, oft mit der Frage, ob sie klassisches Frittieren ersetzen können. Die ehrliche Antwort: teilweise, mit spürbaren Unterschieden im Ergebnis.
Kann der Thermomix frittieren?
Für klassisches Frittieren mit vollständigem Untertauchen in heißem Öl ist der Thermomix nicht ausgelegt – der Hersteller rät ausdrücklich davon ab, den Mixtopf mit größeren Mengen heißem Öl zu befüllen. Manche Nutzer experimentieren mit kleinen Ölmengen im Varoma-Aufsatz oder Ähnlichem, dies bleibt jedoch ein Behelf ohne die Sicherheit und Gleichmäßigkeit eines echten Frittiervorgangs im Topf oder in der Fritteuse.
Thermomix mit Heißluft-Zubehör
Neuere Thermomix-Generationen bieten mit passendem Zubehör eine Heißluft-Funktion, die ähnlich wie eine separate Heißluftfritteuse arbeitet: zirkulierende heiße Luft statt Öltauchbad, mit deutlich reduziertem Fettbedarf. Das Ergebnis ist fettärmer, die Kruste fällt aber tendenziell etwas trockener aus als beim klassischen Frittieren im Öl.
Heißluftfritteuse: die fettärmere Alternative
Die Heißluftfritteuse hat sich in den letzten Jahren als eigenständiges Küchengerät etabliert. Sie arbeitet mit einem Ventilator, der heiße Luft (meist 180–200 °C) um das Gargut zirkulieren lässt. Mit nur ein bis zwei Esslöffeln Öl lassen sich viele klassisch frittierte Gerichte deutlich fettärmer nachbilden – von Pommes über paniertes Hähnchen bis zu Gemüse.
Rosenkohl in der Heißluftfritteuse
Ein gutes Beispiel für die Stärken des Geräts: Halbierter Rosenkohl, mit wenig Öl vermengt und gewürzt, gart bei 190–200 °C in rund 12–15 Minuten knusprig und gleichmäßig durch – deutlich schneller als im Backofen und ohne das vollständige Öltauchbad des klassischen Frittierens.
Wann lohnt sich welches Gerät?
- Klassisches Frittieren (Topf/Fritteuse): für die authentischste Kruste und den typischen Frittiergeschmack, siehe Frittieren im Topf.
- Heißluftfritteuse: wenn Fettgehalt und Aufräumaufwand reduziert werden sollen und leichte Abstriche bei der Kruste akzeptabel sind.
- Thermomix mit Heißluft-Zubehör: praktisch, wenn ohnehin ein Thermomix vorhanden ist und das passende Zubehör angeschafft wurde – für klassisches Öl-Frittieren aber nicht geeignet.
Häufige Fragen zu Thermomix & Heißluftfritteuse
Kann man im Thermomix frittieren?
Nicht im klassischen Sinn mit vollständigem Untertauchen in Öl – der Hersteller rät davon ab. Nur kleine Ölmengen im Zubehör sind ein Behelf.
Kann der Thermomix Heißluft frittieren?
Ja, mit passendem Heißluft-Zubehör ähnlich einer Heißluftfritteuse, mit deutlich weniger Öl.
Was ist der Unterschied zwischen Frittieren und Heißluftfritteuse?
Frittieren gart vollständig im Öl mit gleichmäßiger, saftiger Kruste; die Heißluftfritteuse arbeitet mit heißer Luft und wenig Öl, fettärmer, aber etwas trockener in der Textur.
Kann man Rosenkohl in der Heißluftfritteuse zubereiten?
Ja, halbiert mit wenig Öl bei 190–200 °C in etwa 12–15 Minuten knusprig.