Pommes sind eines der beliebtesten Frittiergerichte überhaupt – und eines der am häufigsten falsch zubereiteten. Zu niedrige Temperatur macht sie fettig und labbrig, zu hohe Temperatur verbrennt sie außen, während der Kern noch roh bleibt. Diese Anleitung zeigt, wie Pommes zuverlässig knusprig gelingen.
Selbstgemachte Pommes: die Zwei-Stufen-Methode
- Kartoffeln schälen, in gleichmäßige Stifte schneiden und kurz in kaltem Wasser wässern, um überschüssige Stärke zu entfernen.
- Gründlich trocken tupfen – das ist entscheidend für Knusprigkeit und weniger Spritzer.
- Erster Durchgang: 5–6 Minuten bei 150–160 °C vorgaren, bis die Stifte weich, aber noch blass sind.
- Herausnehmen, kurz abkühlen lassen (mindestens 10 Minuten, am besten länger).
- Zweiter Durchgang: Öl auf 185–190 °C erhitzen, Pommes 2–3 Minuten goldbraun und knusprig fertig frittieren.
- Abtropfen lassen und sofort salzen, solange die Oberfläche noch fettig-warm ist.
Übersicht: Zeiten & Temperaturen
| Art | Temperatur | Dauer | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Rohe Pommes (1. DG) | 150–160 °C | 5–6 Min. | Vorgaren |
| Rohe Pommes (2. DG) | 185–190 °C | 2–3 Min. | Knusprig machen |
| Tiefgefrorene Pommes | 175–180 °C | 4–5 Min. | Einstufig, bereits vorfrittiert |
| Pommes aus dem Kühlschrank | 175–180 °C | 2–3 Min. | Kurz nachfrittieren |
Warum das doppelte Frittieren funktioniert
Der erste, niedrigere Durchgang gart die Kartoffel im Kern gleichmäßig durch, ohne dass die Außenseite bereits verbrennt. Der zweite, deutlich heißere Durchgang lässt die äußere Schicht blitzschnell knusprig werden, bevor zu viel zusätzliches Fett aufgenommen werden kann. Mehr zum Prinzip im Grundlagen-Ratgeber.
Tiefgekühlte Pommes
Tiefgekühlte Pommes sind industriell bereits vorfrittiert und benötigen daher meist nur einen einzigen Durchgang: etwa 4–5 Minuten bei 175–180 °C, bis sie goldbraun und knusprig sind. Ein zweiter Durchgang ist hier in der Regel nicht nötig.
Aufgetaute Pommes frittieren
Wurden tiefgekühlte Pommes bereits aufgetaut, sollten sie vor dem Frittieren gut trocken getupft werden – aufgetautes Gemüse gibt deutlich mehr Feuchtigkeit ab, was zu starkem Spritzen führt und die Kruste weicher macht. Ein kurzer Durchgang bei 175–180 °C reicht danach meist aus.
Das richtige Öl für Pommes
Neutrale, hitzestabile Öle wie raffiniertes Sonnenblumen- oder Rapsöl eignen sich am besten, da sie den Kartoffelgeschmack nicht überlagern. Eine ausführliche Übersicht gibt es im Beitrag Welches Öl zum Frittieren.
Die 5 häufigsten Fehler bei Pommes – und wie du sie vermeidest
- ❌ 1. Nicht doppelt frittieren Nur wer zweimal frittiert, bekommt die perfekte Knusprigkeit.
- ❌ 2. Öl zu kalt (unter 175 °C im 2. DG) Die Pommes saugen sich voll und werden labbrig.
- ❌ 3. Öl zu heiß (über 190 °C) Außen verbrannt, innen roh – Thermometer verwenden!
- ❌ 4. Pommes nicht trocken getupft Feuchtigkeit macht sie matschig und führt zu Spritzern.
- ❌ 5. Zu viele auf einmal Die Temperatur bricht ein – lieber in 2–3 Portionen frittieren.
Häufige Fragen zu Pommes frittieren
Wie lange Pommes frittieren?
Roh: 5–6 Minuten bei 150–160 °C, dann 2–3 Minuten bei 185–190 °C. Tiefgekühlt: 4–5 Minuten bei 180 °C.
Bei wieviel Grad Pommes frittieren?
Erster Durchgang 150–160 °C, zweiter Durchgang 185–190 °C; tiefgekühlt meist 175–180 °C einstufig.
Warum Pommes doppelt frittieren?
Der erste Durchgang gart den Kern, der zweite sorgt für die knusprige Kruste ohne übermäßige Fettaufnahme.
Welches Öl eignet sich am besten für Pommes?
Neutrale, hitzestabile Öle wie raffiniertes Sonnenblumen- oder Rapsöl.
Kann man aufgetaute Pommes frittieren?
Ja, gut trocken tupfen und kurz bei 175–180 °C frittieren.
Rezepte dazu im Blog
- Rohe Kartoffeln frittieren
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