Krapfen – in Berlin heißen sie Berliner, in Hessen Kreppel, in Bayern Krapfen – sind der Inbegriff der Faschingszeit. Der fluffige Hefeteig mit der süßen Marmeladenfüllung und dem charakteristischen hellen Rand ist ein Klassiker, der zu Hause genauso gut gelingt wie in der Bäckerei. Das Geheimnis liegt in der richtigen Temperatur: Bei 165–170 °C hat der Teig genug Zeit, im Fett aufzugehen, bevor die Kruste zu dunkel wird.
Zutaten (für ca. 12 Krapfen)
- 500 g Mehl (Type 405)
- 21 g frische Hefe (oder 7 g Trockenhefe)
- 250 ml lauwarme Milch
- 60 g Zucker
- 2 Eigelb (Größe M)
- 60 g weiche Butter
- 1 Prise Salz
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- Marillen- oder Himbeermarmelade zum Füllen
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Die Hefe in der lauwarmen Milch mit einer Prise Zucker auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sie leicht schäumt – das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
- Mehl, restlichen Zucker, Eigelb, Butter, Salz und die Hefemilch zu einem glatten, elastischen Teig verkneten (ca. 10 Minuten). Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen.
- Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (mindestens verdoppelt).
- Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 1,5 cm dick ausrollen und runde Krapfen mit einem Ausstecher (ca. 8 cm Durchmesser) ausstechen.
- Die Krapfen auf ein Backblech legen und nochmals 30 Minuten unter einem Tuch gehen lassen – sie sollten sichtbar an Volumen zunehmen.
- Öl auf 165–170 °C erhitzen. Die Krapfen portionsweise 2–3 Minuten je Seite frittieren, bis sie gleichmäßig goldbraun sind und sich am Umfang der typische helle Rand zeigt. Die Krapfen sind fertig, wenn sie beim leichten Andrücken nachgeben und die Farbe gleichmäßig ist.
- Die Krapfen auf Küchenpapier abtropfen lassen und abkühlen lassen. Mit Marmelade füllen (z. B. mit einem Spritzbeutel von der Seite injizieren) und mit Puderzucker bestäuben.
Die 5 häufigsten Fehler bei Krapfen
- ❌ 1. Öl zu heiß (über 175 °C) Die Krapfen werden außen zu dunkel, innen bleiben sie roh.
- ❌ 2. Teig nicht lange genug gehen gelassen Die Krapfen werden schwer und fettig.
- ❌ 3. Zu früh gefüllt Die Marmelade macht den Teig weich – erst kurz vor dem Servieren füllen!
- ❌ 4. Zu viele auf einmal Die Temperatur bricht ein – lieber in 2–3 Portionen frittieren.
- ❌ 5. Krapfen noch warm mit Puderzucker bestäubt Der Zucker schmilzt – erst abkühlen lassen!
Variationen – Füllungsideen für jeden Geschmack
Neben Marillen- oder Himbeermarmelade sind auch Krapfen mit Vanillecreme, Nougat oder Pflaumenmus verbreitet. In manchen Regionen wird der Teig zusätzlich mit etwas Rum oder abgeriebener Zitronenschale aromatisiert. Für eine vegane Variante ersetze die Milch durch Pflanzenmilch, die Butter durch vegane Margarine und die Eigelb durch 2 EL Apfelmus oder Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser).
Aufbewahren
Ungefüllte Krapfen halten sich abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa einen Tag, schmecken aber frisch am besten. Gefüllte Krapfen sollten zügig gegessen werden, da die Marmelade den Teig mit der Zeit durchfeuchtet – daher wird traditionell erst kurz vor dem Servieren gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Übrig gebliebene, ungefüllte Krapfen lassen sich auch einfrieren und bei Bedarf im Ofen bei 180 °C für 5–8 Minuten wieder aufbacken.
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