Illustration eines Krapfens

Krapfen zum Fasching – klassisches Rezept

Der klassische Hefeteig-Krapfen mit Marmeladenfüllung und dem typischen hellen Rand – für die Faschingszeit. Inklusive Tipps für die perfekte Frittier-Temperatur und Füllungsideen.

TEIG > Hefeteig
TEMPERATUR > 165–170 °C
DAUER > 2–3 Min. je Seite

Krapfen – in Berlin heißen sie Berliner, in Hessen Kreppel, in Bayern Krapfen – sind der Inbegriff der Faschingszeit. Der fluffige Hefeteig mit der süßen Marmeladenfüllung und dem charakteristischen hellen Rand ist ein Klassiker, der zu Hause genauso gut gelingt wie in der Bäckerei. Das Geheimnis liegt in der richtigen Temperatur: Bei 165–170 °C hat der Teig genug Zeit, im Fett aufzugehen, bevor die Kruste zu dunkel wird.

Zutaten (für ca. 12 Krapfen)

Zubereitung

  1. Die Hefe in der lauwarmen Milch mit einer Prise Zucker auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sie leicht schäumt – das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
  2. Mehl, restlichen Zucker, Eigelb, Butter, Salz und die Hefemilch zu einem glatten, elastischen Teig verkneten (ca. 10 Minuten). Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen.
  3. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (mindestens verdoppelt).
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 1,5 cm dick ausrollen und runde Krapfen mit einem Ausstecher (ca. 8 cm Durchmesser) ausstechen.
  5. Die Krapfen auf ein Backblech legen und nochmals 30 Minuten unter einem Tuch gehen lassen – sie sollten sichtbar an Volumen zunehmen.
  6. Öl auf 165–170 °C erhitzen. Die Krapfen portionsweise 2–3 Minuten je Seite frittieren, bis sie gleichmäßig goldbraun sind und sich am Umfang der typische helle Rand zeigt. Die Krapfen sind fertig, wenn sie beim leichten Andrücken nachgeben und die Farbe gleichmäßig ist.
  7. Die Krapfen auf Küchenpapier abtropfen lassen und abkühlen lassen. Mit Marmelade füllen (z. B. mit einem Spritzbeutel von der Seite injizieren) und mit Puderzucker bestäuben.
Für den typischen hellen Rand: Die Öltemperatur nicht zu hoch wählen – bei 165–170 °C hat der Teig genug Zeit, im Fett aufzugehen, bevor die Kruste zu dunkel wird. Der helle Rand entsteht dadurch, dass der Teig im Fett aufgeht und der mittlere Teil weniger direkten Ölkontakt hat.

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Variationen – Füllungsideen für jeden Geschmack

Neben Marillen- oder Himbeermarmelade sind auch Krapfen mit Vanillecreme, Nougat oder Pflaumenmus verbreitet. In manchen Regionen wird der Teig zusätzlich mit etwas Rum oder abgeriebener Zitronenschale aromatisiert. Für eine vegane Variante ersetze die Milch durch Pflanzenmilch, die Butter durch vegane Margarine und die Eigelb durch 2 EL Apfelmus oder Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser).

Aufbewahren

Ungefüllte Krapfen halten sich abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa einen Tag, schmecken aber frisch am besten. Gefüllte Krapfen sollten zügig gegessen werden, da die Marmelade den Teig mit der Zeit durchfeuchtet – daher wird traditionell erst kurz vor dem Servieren gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Übrig gebliebene, ungefüllte Krapfen lassen sich auch einfrieren und bei Bedarf im Ofen bei 180 °C für 5–8 Minuten wieder aufbacken.

Mehr Varianten und die vegane Alternative im Ratgeber Berliner, Donuts & Krapfen. Auch Donuts selber machen und Quarkbällchen sind tolle Alternativen für süße Frittiergerichte.

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