Quarkbällchen sind ein Klassiker der deutschen Küche – knusprig frittiert, innen fluffig und mit Zimtzucker überzogen. Sie sind schnell zubereitet und eignen sich perfekt für die Kaffeetafel, als Snack für zwischendurch oder sogar als herzhafte Variante mit Kräutern. Der Teig ist einfach, aber es gibt ein paar Tricks, die den Unterschied machen – besonders beim Formen der Bällchen.
Zutaten
- 250 g Quark (20 % Fett) – am besten Magerquark oder halbfett
- 2 Eier (Größe M)
- 250 g Mehl (Type 405)
- 60 g Zucker
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Etwas abgeriebene Zitronenschale (optional)
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- Zimtzucker zum Wenden (100 g Zucker + 1 TL Zimt)
Zubereitung
- Quark und Eier in einer Schüssel glatt verrühren, bis eine cremige Masse entsteht.
- Mehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen und unter die Quarkmasse rühren, bis ein zäher, klebriger Teig entsteht – der Teig sollte nicht zu trocken sein, aber auch nicht flüssig.
- Öl auf 175–180 °C erhitzen.
- Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln kleine Portionen Teig abstechen (ca. 2 cm Durchmesser) und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen – die Löffel zwischendurch immer wieder anfeuchten, dann löst sich der klebrige Teig leichter.
- Die Bällchen 3–4 Minuten frittieren, dabei gelegentlich wenden, bis sie rundum goldbraun sind.
- Auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und sofort in Zimtzucker wälzen – der Zucker haftet am besten, wenn die Bällchen noch heiß und leicht fettig sind.
Die 5 häufigsten Fehler bei Quarkbällchen
- ❌ 1. Teig zu feucht Die Bällchen zerfallen beim Frittieren – etwas mehr Mehl zugeben.
- ❌ 2. Teig zu trocken Sie werden hart und schwer – mehr Quark oder etwas Milch zugeben.
- ❌ 3. Öl zu kalt (unter 170 °C) Sie saugen sich voll und werden fettig.
- ❌ 4. Zu viele auf einmal Sie kleben zusammen – lieber in 2–3 Portionen frittieren.
- ❌ 5. Nicht sofort in Zimtzucker gewälzt Der Zucker haftet nur, solange die Bällchen noch warm und leicht fettig sind.
Variationen – süß und herzhaft
Wer es fruchtiger mag, gibt der Quarkmasse etwas Rosinen oder klein gehackte getrocknete Aprikosen bei. Auch ein Schuss Rum oder Amaretto in den Teig sorgt für eine feine Aromanote, die gut zum Zimtzucker passt. Für eine herzhafte Variante lässt sich der Zucker im Teig deutlich reduzieren und stattdessen etwas geriebener Käse (z. B. Parmesan) sowie fein gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie) untermischen – dann passen die Bällchen eher als Beilage zu einer Suppe oder als Snack mit einem Dip.
Aufbewahren und Aufwärmen
Quarkbällchen schmecken am besten frisch und warm, direkt nachdem sie im Zimtzucker gewälzt wurden. Übrig gebliebene Bällchen halten sich abgedeckt im Kühlschrank etwa zwei Tage, werden dabei aber weicher. Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen bei 160 °C für 5–8 Minuten deutlich besser als die Mikrowelle, da die Kruste dabei wieder etwas Knusprigkeit zurückgewinnt.
Weitere Hefe- und Quarkgebäck-Varianten im Ratgeber Berliner, Donuts & Krapfen. Auch Krapfen und Donuts sind tolle Alternativen.
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