Illustration eines Reibekuchens

Reibekuchen frittiert – knusprige Kartoffelpuffer

Statt in der Pfanne einzeln zu wenden, garen Reibekuchen im Frittieröl gleichmäßiger und knuspriger rundum. Inklusive Tipps zum Ausdrücken und regionalen Varianten.

TEMPERATUR > 175 °C
DAUER > 3–4 Min.
TRICK > gut ausdrücken

Reibekuchen – in Bayern Reiberdatschi, in der Pfalz Grumbeerpannekuche genannt – werden klassisch in der Pfanne mit viel Öl gebraten. Die frittierte Variante hat einen entscheidenden Vorteil: Die Kartoffelpuffer garen gleichmäßig von allen Seiten und werden noch knuspriger, ohne dass du sie einzeln wenden musst. Der wichtigste Schritt ist das gründliche Ausdrücken der geriebenen Kartoffeln – je trockener die Masse, desto knuspriger das Ergebnis.

Zutaten (für ca. 10 Reibekuchen)

Zubereitung

  1. Kartoffeln und Zwiebel schälen und fein reiben (mit einer Küchenreibe oder in der Küchenmaschine).
  2. Die geriebene Masse in ein sauberes, festes Küchentuch geben und kräftig auswringen, um möglichst viel Flüssigkeit zu entfernen – das ist entscheidend für Knusprigkeit und weniger Spritzen im Öl. Die Flüssigkeit enthält Stärke, die beim Ausdrücken verloren geht, aber für die Knusprigkeit unerlässlich ist.
  3. Eier, Mehl, Salz und Muskatnuss unter die ausgedrückte Kartoffelmasse rühren, bis eine feste, formbare Masse entsteht.
  4. Öl auf 175 °C erhitzen. Kleine, flache Portionen der Masse (ca. 2 EL pro Reibekuchen) vorsichtig ins heiße Öl geben – nicht zu flach drücken, sie sollten etwa 1 cm dick sein. 3–4 Minuten pro Seite frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind.
  5. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren, klassisch mit Apfelmus.
Der wichtigste Schritt: Die geriebenen Kartoffeln müssen gründlich ausgedrückt werden – überschüssige Flüssigkeit führt sonst zu starkem Spritzen und weicheren Reibekuchen. Je trockener die Masse, desto knuspriger werden die Puffer.

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Variationen – herzhaft, süß & regional

Wer es herzhafter mag, mischt fein geriebene Zucchini oder Karotte unter die Kartoffelmasse – dabei ebenfalls gut ausdrücken, da auch diese Gemüse viel Wasser enthalten. Ein Schuss Muskatnuss oder etwas Majoran passt gut zur klassischen Würzung. Süß statt herzhaft werden Reibekuchen übrigens in manchen Regionen traditionell mit Apfelmus und einer Prise Zimt serviert.

Regionale Namen

Je nach Region sind Reibekuchen auch als Reiberdatschi (Bayern), Kartoffelpuffer (Norddeutschland) oder Rösti (Schweiz, dort meist als größerer, gebratener statt frittierter Kuchen) bekannt. Die Grundzutaten ähneln sich stark, Konsistenz und Würzung unterscheiden sich aber von Region zu Region.

Weitere Kartoffelgerichte im Pommes-Ratgeber und im Beitrag Kartoffelkroketten selber machen.

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