Zutaten (für ca. 15 Kroketten)
- 600 g mehligkochende Kartoffeln
- 1 Eigelb
- 30 g Butter
- Muskatnuss, Salz, Pfeffer
- 50 g Mehl
- 2 Eier, verquirlt
- 100 g Semmelbrösel
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in Salzwasser weich kochen und zu einem möglichst trockenen Püree stampfen – eventuell kurz in einem Topf ausdampfen lassen. Butter und Eigelb unterrühren, mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen.
- Püree vollständig auskühlen lassen, am besten für 1–2 Stunden in den Kühlschrank stellen – warmes Püree lässt sich kaum formen und platzt beim Frittieren auf.
- Aus der kalten Masse mit angefeuchteten Händen kleine Röllchen formen (etwa 5 cm lang, 3 cm dick).
- Kroketten nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Semmelbröseln panieren – die Panade gut andrücken.
- Öl auf 175–180 °C erhitzen. Die Kroketten portionsweise 3–4 Minuten frittieren, bis die Panade gleichmäßig goldbraun ist.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort servieren.
Die 5 häufigsten Fehler bei Kroketten
- ❌ 1. Püree zu feucht Die Kroketten platzen auf – das Püree gut ausdampfen lassen!
- ❌ 2. Püree nicht ausgekühlt Es lässt sich nicht formen – mindestens 1 Stunde kühlen!
- ❌ 3. Panade zu dünn Sie platzt beim Frittieren auf – großzügig panieren.
- ❌ 4. Öl zu kalt (unter 170 °C) Sie saugen sich voll und werden fettig.
- ❌ 5. Zu viele auf einmal Die Temperatur bricht ein – lieber in 2–3 Portionen frittieren.
Variationen – Käse, Kräuter & mehr
Eine Prise geriebener Käse (z. B. Gouda oder Parmesan) im Püree sorgt für eine würzigere Note und einen leicht ziehenden Kern. Auch fein gehackter Schinken oder Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie lassen sich gut unterheben. Für eine vegane Variante ersetzt man Ei und Butter durch etwas Kartoffelstärke sowie pflanzliche Margarine. Eine besondere Variante sind Kroketten mit einer kleinen Käsefüllung in der Mitte – dafür ein Stück Gouda oder Mozzarella in die Mitte der geformten Röllchen drücken.
Aufbewahren und einfrieren
Rohe, panierte Kroketten lassen sich hervorragend einfrieren: einfach nebeneinander auf einem Blech vorfrieren, dann in einem Beutel lagern und bei Bedarf direkt aus dem Tiefkühler frittieren – dabei die Frittierzeit um etwa 1–2 Minuten verlängern. Fertig frittierte Kroketten schmecken frisch am besten und werden beim Aufwärmen in der Mikrowelle schnell weich; der Ofen bei 180 °C erhält die Kruste deutlich besser.
Warum die richtige Kartoffelsorte wichtig ist
Mehligkochende Kartoffeln (auf der Verpackung meist als "mehligkochend" oder "vorwiegend festkochend" gekennzeichnet) enthalten mehr Stärke und weniger Wasser als festkochende Sorten. Das ergibt ein trockeneres, lockereres Püree, das sich leichter formen lässt und beim Frittieren weniger leicht aufplatzt. Festkochende Kartoffeln dagegen bleiben auch nach dem Kochen fester und feuchter – für Kroketten sind sie deutlich schwieriger zu verarbeiten.
Weitere Kartoffelgerichte im Pommes-Ratgeber sowie in den Beiträgen Reibekuchen frittiert und Kartoffelecken frittieren.
Lust auf noch mehr?
Stöbere in unserem Rezept-Blog oder finde deinen nächsten Imbiss in deiner Nähe – wir sammeln die besten Fritteusen-Stände Deutschlands.