Frikadellen, Buletten oder Hackbällchen – je nach Region unterschiedlich genannt – werden meist in der Pfanne gebraten. Das erfordert mehrmaliges Wenden, damit sie gleichmäßig bräunen. Im Frittieröl entsteht die knusprige Kruste dagegen von allen Seiten gleichzeitig, ohne dass du ständig wenden musst. Das Ergebnis: eine gleichmäßige, goldbraune Kruste und ein saftiger Kern – vorausgesetzt, du beachtest ein paar kleine Tricks.
Zutaten (für ca. 8 Frikadellen)
- 500 g gemischtes Hackfleisch (Rind + Schwein, oder pur nach Wahl)
- 1 Zwiebel (ca. 80 g), fein gewürfelt
- 1 Ei
- 1 altbackenes Brötchen, eingeweicht und ausgedrückt (oder 4 EL Semmelbrösel + 2 EL Milch)
- 1 TL Senf (mittelscharf)
- Salz, Pfeffer, optional etwas Paprikapulver oder Muskat
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
Zubereitung
- Das eingeweichte Brötchen gut ausdrücken. Alle Zutaten in einer Schüssel gründlich vermengen – aber nicht zu lange kneten, sonst werden die Frikadellen zäh. Die Masse sollte gerade zusammenhängen.
- Aus der Masse etwa 8 gleichmäßig große Bällchen formen und leicht flach drücken (etwa 2 cm dick). Gleichmäßige Größe ist wichtig für eine gleichmäßige Garzeit.
- Das Öl auf 170–175 °C erhitzen. Die Frikadellen portionsweise (nicht zu viele auf einmal, sonst kühlt das Öl ab) 6–8 Minuten frittieren, bis sie rundum goldbraun sind. Sie sollten schwimmen und sich beim Frittieren leicht aufblähen.
- Die Kerntemperatur sollte 70–75 °C erreichen – bei Unsicherheit ein Fleischthermometer verwenden oder eine Frikadelle aufschneiden.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren.
Die 5 häufigsten Fehler bei Frikadellen
- ❌ 1. Hackmasse zu lange geknetet Die Frikadellen werden zäh – nur kurz vermengen!
- ❌ 2. Zu dick geformt Der Kern bleibt roh – maximal 2 cm Dicke.
- ❌ 3. Öl zu kalt (unter 165 °C) Sie saugen sich voll und werden fettig.
- ❌ 4. Öl zu heiß (über 180 °C) Die Kruste verbrennt, bevor sie gar sind.
- ❌ 5. Zu viele auf einmal Die Temperatur bricht ein – lieber in 2 Portionen frittieren.
Variationen – Käsefüllung, Kräuter & mehr
Du kannst die Frikadellen nach Belieben verfeinern: Ein Stück Mozzarella oder ein Würfel Feta in die Mitte jeder Frikadelle geben – das ergibt einen cremigen Kern. Oder frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch) unter die Hackmasse mischen. Für eine schärfere Note etwas Chili oder Cayennepfeffer zugeben. Auch eine Variante mit geräuchertem Paprikapulver gibt eine rauchige Note – sie erinnert dann an eine spanische Albóndiga.
Beilagen
Klassisch werden Frikadellen mit Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder in einem Brötchen mit Senf serviert. Auch als Beilage zu Pommes (siehe Pommes-Ratgeber) sind sie beliebt. In Skandinavien werden sie oft mit Preiselbeerkonfitüre und einer braunen Sauce serviert – das ist eine interessante Abwechslung.
Aufbewahren und einfrieren
Fertig frittierte Frikadellen halten sich abgedeckt im Kühlschrank 2–3 Tage. Zum Aufwärmen eignet sich der Ofen bei 180 °C für 8–10 Minuten – in der Mikrowelle werden sie weich. Roh geformte, ungegarte Frikadellen lassen sich gut einfrieren: einzeln vorfrieren, dann in einem Beutel lagern und bei Bedarf direkt tiefgekühlt frittieren – die Garzeit verlängert sich um etwa 2 Minuten.
Weitere Fleischgerichte und Garzeiten findest du im Ratgeber Fleisch & Geflügel frittieren. Auch Currywurst und Bratwurst frittieren sind tolle Alternativen.
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