Illustration eines Schnitzels

Schnitzel frittieren – Temperatur & Dauer

Im Frittieröl statt in der Pfanne: gleichmäßigere Bräunung und weniger Aufwand beim Wenden. Inklusive Tipps für die perfekte, wellige Kruste und welche Fleischsorten sich eignen.

TEMPERATUR > 170–175 °C
DAUER > 3–4 Min.
PANADE > Mehl-Ei-Brösel

Schnitzel werden klassisch in der Pfanne mit reichlich Butterschmalz gebraten – lassen sich aber genauso gut frittieren. Der Vorteil: gleichmäßigere Bräunung rundum, ohne dass man ständig wenden oder Fett nachgießen muss. Besonders bei größeren Mengen oder unregelmäßig geformten Schnitzeln ist Frittieren oft die einfachere und zuverlässigere Methode.

Zutaten (für 2 Personen)

Zubereitung

  1. Die Schnitzel zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Backpapier dünn klopfen (auf etwa 3–4 mm Dicke) – das macht das Fleisch zart und sorgt für eine kurze Garzeit. Von beiden Seiten salzen und pfeffern.
  2. Die Schnitzel nacheinander in Mehl, dann in verquirltem Ei und zuletzt in den Semmelbröseln wenden – die Panade dabei nur locker andrücken, nicht fest pressen. Das ist der Trick für die typische, leicht "wellige" Kruste eines Wiener Schnitzels.
  3. Das Öl auf 170–175 °C erhitzen. Die Schnitzel portionsweise (eins nach dem anderen, nicht zu viele auf einmal) 3–4 Minuten frittieren, bis die Panade goldbraun ist – einmal wenden, damit beide Seiten gleichmäßig Farbe bekommen.
  4. Die fertigen Schnitzel auf einem Gitter abtropfen lassen (nicht auf Küchenpapier, sonst wird die Unterseite weich) und sofort servieren.
Warum 170–175 °C und nicht heißer? Schnitzel sind dünn – bei zu hoher Temperatur bräunt die Panade zu schnell, bevor das Fleisch innen durchgegart ist. Die etwas niedrigere Temperatur gibt dem Fleisch genug Zeit, ohne dass die Panade verbrennt.

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Welches Fleisch eignet sich?

Schweineschnitzel ist die günstigste und verzeihendste Variante, da das Fleisch etwas mehr Fett mitbringt und dadurch saftig bleibt – perfekt für Anfänger. Kalbsschnitzel ("Wiener Schnitzel" im engeren Sinn) ist magerer und empfindlicher – hier lohnt sich besonders sorgfältiges Klopfen, damit das Fleisch gleichmäßig dünn und zart wird. Putenschnitzel ist die fettärmste Variante und trocknet am schnellsten aus, sollte also nicht länger als nötig im Öl bleiben – ideal für alle, die auf eine leichtere Variante setzen.

Warum die Panade "wellig" sein soll

Das klassische Wiener-Schnitzel-Merkmal – eine leicht aufgeplusterte, wellige Panade statt einer glatt anliegenden Kruste – entsteht dadurch, dass die Panade nicht fest angedrückt wird. Zwischen Fleisch und Panade bleibt so ein kleiner Luftspalt, der sich beim Frittieren mit heißer Luft füllt und die Panade auflockert. Wer die Panade stattdessen fest andrückt, bekommt eine dünnere, glattere, aber weniger klassische Kruste – die schmeckt zwar auch, ist aber kein echtes Wiener Schnitzel.

Beilagen

Klassisch werden Schnitzel mit Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Pommes (siehe Pommes-Ratgeber) serviert, dazu eine Zitronenspalte. Auch als Basis für ein Schnitzelbrötchen mit Krautsalat ist paniertes Schnitzel beliebt – in vielen Regionen ein klassischer Imbiss.

Weitere Fleischgerichte und Garzeiten im Ratgeber Fleisch & Geflügel frittieren. Eine ähnliche Panade-Technik mit lockerer Kruste zeigt auch der Beitrag Backhendl (Wiener Art).

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