Illustration einer Currywurst

Currywurst selber machen – Imbiss-Klassiker

Knusprig frittierte Bratwurst mit hausgemachter Currysauce – der Imbiss-Klassiker für die eigene Küche. Inklusive Sauce-Varianten und Tipps zur richtigen Wurst.

TEMPERATUR > 170–175 °C
DAUER > 4–5 Min.
SAUCE > Tomate + Curry

Currywurst gehört zu den bekanntesten deutschen Streetfood-Gerichten überhaupt – eine Erfindung, die angeblich 1949 in Berlin entstand, als Curry und Worcestersauce erstmals über gebratene Bratwurst kamen. Heute ist sie ein Kulturgut, das in jeder größeren Stadt anders interpretiert wird. Dieses Rezept zeigt, wie du sie zu Hause mit frittierter Wurst und einer selbst gekochten Sauce nachmachen kannst.

Zutaten (für 4 Personen)

Zubereitung

  1. Für die Sauce passierte Tomaten mit Tomatenmark, Currypulver, Paprikapulver, Zucker und Worcestersauce in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Sauce eindickt und sämig wird. Mit Salz abschmecken – die Sauce sollte kräftig im Geschmack sein, da sie später die Wurst umhüllt.
  2. Öl auf 170–175 °C erhitzen. Die Bratwürste 4–5 Minuten frittieren, bis die Haut knusprig ist und leicht aufplatzt – das ist das Zeichen für die perfekte Konsistenz.
  3. Die heißen Würste in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, auf einem Teller anrichten, großzügig mit der warmen Currysauce übergießen und mit Currypulver bestreuen.
  4. Klassisch mit Pommes servieren – siehe unseren Pommes-Ratgeber.
Warum frittieren statt braten? Frittierte Bratwurst bekommt eine gleichmäßigere, knusprigere Haut als in der Pfanne gebratene Wurst, da die Hitze das Fett rundum gleichmäßig austreten lässt. Mehr zur Technik im Beitrag Bratwurst frittieren.

Die richtige Wurst für Currywurst

Nicht jede Bratwurst eignet sich gleich gut. Gröbere, festere Sorten wie Thüringer oder Nürnberger Art halten der Frittiertemperatur besser stand als sehr feine, fettreiche Würste, die schneller aufplatzen und dabei ungleichmäßig garen. Eine dünne, straffe Haut ist wichtig, damit sie beim Frittieren knackig aufplatzt statt zäh zu bleiben. In Imbissbuden wird oft eine spezielle, etwas gröbere "Curry-Bratwurst" verwendet, die es auch im gut sortierten Supermarkt oder beim Metzger zu kaufen gibt.

Sauce-Varianten für jeden Geschmack

Die Grundsauce aus Tomaten, Curry und Worcestersauce lässt sich in viele Richtungen anpassen:

Wichtig: Die Sauce sollte lange genug köcheln, damit sie eindickt – eine zu dünne Sauce läuft von der Wurst ab, statt an ihr zu haften.

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Berliner vs. Ruhrgebiet-Stil

In Berlin wird die Currywurst meist ohne Darm serviert – die Haut wird vor dem Servieren entfernt, sodass nur das zarte Wurstfleisch übrig bleibt. Im Ruhrgebiet dagegen ist die Variante "mit Darm" verbreitet, bei der die knusprige Haut bewusst mitgegessen wird – das ist auch die Variante, die beim Frittieren besonders gut zur Geltung kommt.

Typische Beilagen

Klassisch wird Currywurst mit Pommes serviert – dazu passt unsere Anleitung für die perfekte Zwei-Stufen-Methode. In Berliner Imbissbuden ist auch ein einfaches Brötchen ("Wurstbrötchen dazu?") eine beliebte Beilage, ebenso ein kleiner grüner Salat als frischer Kontrast zur würzigen Sauce.

Aufbewahren

Die Currysauce lässt sich gut vorbereiten und hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 3–4 Tage; sie schmeckt aufgewärmt sogar oft intensiver, da sich die Gewürze weiter verbinden. Frittierte Bratwurst sollte dagegen frisch gegessen werden, da die knusprige Haut beim Aufbewahren schnell weich wird.

Mehr zu Bratwurst, Bacon und anderem Fleisch im Ratgeber Fleisch & Geflügel frittieren. Wer die Wurst lieber pur ohne Sauce mag, findet weitere Details im Beitrag Bratwurst frittieren.

Lust auf noch mehr?

Stöbere in unserem Rezept-Blog oder finde deinen nächsten Imbiss in deiner Nähe – wir sammeln die besten Fritteusen-Stände Deutschlands.