Empanadas sind das Streetfood Lateinamerikas – gefüllte Teigtaschen, die in unzähligen regionalen Varianten vorkommen. In Argentinien sind sie oft mit Rinderhack gefüllt, in Chile mit Meeresfrüchten, in Venezuela mit Käse. Die frittierte Version ("empanadas fritas") hat eine besonders knusprige Hülle, die im Kontrast zur weichen, würzigen Füllung steht. Dieses Rezept zeigt die klassische Hackfleisch-Variante – und wie du sie abwandeln kannst.
Zutaten (für ca. 12 Empanadas)
- 12 Empanada- oder Blätterteig-Scheiben (fertig aus dem Kühlregal oder selbst gemacht – siehe Tipp unten)
- 300 g Rinderhackfleisch (oder gemischtes Hack)
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Paprikapulver (edelsüß oder scharf)
- 50 g grüne Oliven, gehackt (optional, aber typisch)
- 1 hartgekochtes Ei, grob gehackt (optional)
- 1 Ei zum Verschließen (verquirlt)
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- Zum Servieren: Chilisauce oder Salsa
Zubereitung
- Die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, das Hackfleisch dazugeben und krümelig anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Mit Kreuzkümmel und Paprikapulver würzen, salzen und pfeffern. Die Oliven und das Ei unterrühren – die Füllung sollte nicht zu flüssig sein, sonst wird der Teig beim Frittieren weich. Die Füllung vollständig abkühlen lassen (am besten 30 Minuten im Kühlschrank).
- Die Teigscheiben auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen. Je 1–2 EL Füllung in die Mitte eines Kreises geben, den Rand mit etwas verquirltem Ei bestreichen, den Teig zur Hälfte umklappen und die Ränder fest zusammendrücken – am besten mit den Fingern oder einer Gabel.
- Öl auf 175–180 °C erhitzen. Die Empanadas portionsweise 3–4 Minuten frittieren, bis sie rundum goldbraun und knusprig sind – dabei einmal wenden.
- Auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und warm servieren.
Drei Füllungs-Varianten
- Hackfleisch (klassisch): Wie oben – mit Kreuzkümmel, Paprika, Oliven und Ei.
- Hähnchen: Gekochtes oder gebratenes Hähnchenfleisch fein zupfen, mit Zwiebeln, Paprika, etwas Chili und einer Prise Oregano würzen.
- Vegetarisch: Bohnen, Mais, gewürfelte Paprika und geriebenen Käse (z. B. Mozzarella oder Feta) vermischen – mit Kreuzkümmel und Chili würzen.
- Käse: Nur mit geriebenem Käse (z. B. Gouda oder Mozzarella) und etwas Zwiebel – das ist die einfachste und bei Kindern besonders beliebte Variante.
Die 5 häufigsten Fehler bei Empanadas
- ❌ 1. Füllung zu warm Der Teig wird weich und reißt beim Verschließen – immer abkühlen lassen!
- ❌ 2. Ränder nicht fest verschlossen Die Füllung läuft aus – mit Ei bestreichen und gut andrücken!
- ❌ 3. Öl zu kalt (unter 170 °C) Die Empanadas saugen sich voll und werden fettig.
- ❌ 4. Zu viel Füllung Die Teigtaschen platzen auf – lieber etwas weniger füllen.
- ❌ 5. Falscher Teig Blätterteig ist möglich, aber Empanada-Teig (ohne Butter) wird knuspriger – falls verfügbar, den speziellen Teig verwenden.
Frittiert oder gebacken?
Neben der frittierten Variante werden Empanadas in vielen Haushalten auch im Ofen bei 200 °C für etwa 20 Minuten gebacken – das Ergebnis ist heller und weniger fettig, hat aber nicht die gleiche gleichmäßig knusprige Kruste wie die frittierte Version. Für besonders knusprige Empanadas bleibt Frittieren die zuverlässigere Methode. Wenn du sie backen möchtest, bestreiche sie vorher mit Ei, damit sie schön braun werden.
Selbstgemachter Empanada-Teig (optional)
Falls du den Teig selbst machen möchtest: 300 g Mehl, 80 g Butter oder Schmalz, 1 Ei, 100 ml warmes Wasser und 1 Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten, 30 Minuten ruhen lassen, dann dünn ausrollen. Dieser Teig wird fester als Blätterteig und hält die Füllung besser – das ist die authentischere Variante.
Weitere gefüllte, frittierte Teigtaschen findest du im Ratgeber Ungewöhnliches frittieren. Auch Arancini und Frühlingsrollen sind ähnlich und einen Versuch wert.
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