Frühlingsrollen sind ein Klassiker der asiatischen Küche – und ein Gericht, das zu Hause viel besser gelingt, als man denkt. Der Schlüssel zu einer knusprigen Hülle liegt in der richtigen Füllung und der Frittierzeit. Die Füllung darf nicht zu feucht sein, sonst wird die Hülle weich. Und die Frittierzeit sollte bei 175–180 °C liegen, damit die Hülle knusprig wird, bevor sie zu dunkel wird.
Zutaten (für 12 Frühlingsrollen)
- 12 Frühlingsrollen-Teigblätter (aufgetaut, aus dem Kühlregal)
- 200 g Weißkohl, fein geschnitten
- 1 Karotte, in feinen Streifen
- 100 g Glasnudeln, eingeweicht und grob geschnitten
- 2 Frühlingszwiebeln, in Ringen
- 2 EL Sojasauce, 1 TL Sesamöl
- 1 Ei (zum Verschließen der Teigblätter)
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Erdnussöl oder Rapsöl)
- Zum Servieren: Sojasauce, Chilisauce oder süß-saure Sauce
Zubereitung
- Kohl, Karotte, Glasnudeln und Frühlingszwiebeln in einer Pfanne mit etwas Öl kurz andünsten, bis das Gemüse leicht zusammenfällt, aber noch Biss hat. Mit Sojasauce und Sesamöl würzen – nicht zu viel Flüssigkeit, die Füllung sollte trocken sein. Die Füllung vollständig abkühlen lassen.
- Ein Teigblatt diagonal vor sich hinlegen. Etwa 2 EL Füllung im unteren Drittel platzieren, die untere Ecke über die Füllung klappen, die Seiten einschlagen und fest zu einer Rolle aufrollen. Die letzte Ecke mit etwas verquirltem Ei bestreichen und zukleben.
- Das Öl auf 175–180 °C erhitzen. Die Frühlingsrollen portionsweise 3–4 Minuten frittieren, bis die Hülle rundum goldbraun und knusprig ist – dabei einmal wenden.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Sojasauce oder Chilisauce servieren.
Die 5 häufigsten Fehler bei Frühlingsrollen
- ❌ 1. Füllung zu feucht Die Hülle wird labbrig – die Füllung gut abtropfen lassen!
- ❌ 2. Füllung zu warm Das Teigblatt wird weich – immer abkühlen lassen!
- ❌ 3. Nicht fest genug gerollt Die Rolle fällt beim Frittieren auseinander – fest und straff aufrollen.
- ❌ 4. Öl zu kalt (unter 170 °C) Die Hülle saugt sich voll und wird fettig.
- ❌ 5. Zu viele auf einmal Sie kleben zusammen – lieber in mehreren Portionen frittieren.
Füllungsideen – vegetarisch, mit Fleisch oder Garnelen
Die Füllung lässt sich beliebig variieren: Statt Kohl und Karotte kannst du auch Hähnchenstreifen, Garnelen oder Tofu verwenden. Für eine würzige Note etwas geriebenen Ingwer oder eine fein gehackte Chili zugeben. Eine asiatische Variante mit Glasnudeln, Sojasauce und Sesamöl ist besonders leicht. Wer es herzhafter mag, mischt etwas gebratenes Hackfleisch unter das Gemüse. Für eine vegane Variante das Ei zum Verschließen durch eine dünne Mehl-Wasser-Paste (1 EL Mehl + 2 EL Wasser) ersetzen.
Aufbewahren und einfrieren
Ungefrittete, fertig gerollte Frühlingsrollen lassen sich gut auf Vorrat einfrieren: einzeln auf einem Blech vorfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen und bei Bedarf direkt tiefgekühlt frittieren – die Garzeit verlängert sich um etwa 1–2 Minuten. Fertig frittierte Rollen schmecken frisch am besten und werden beim Aufwärmen im Ofen (200 °C, 8–10 Minuten) wieder knuspriger als in der Mikrowelle.
Eine Variante mit Reispapier statt Teigblättern sowie weitere asiatische Spezialitäten findest du im Ratgeber Ungewöhnliches frittieren. Auch Gyoza und Tempura-Gemüse sind einen Versuch wert.
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