Illustration einer Sardelle

Sardellen frittieren – Acciughe fritte

Acciughe fritte: kleine, knusprig frittierte Sardellen als italienischer Antipasti-Klassiker. Inklusive Tipps zur Unterscheidung von frischen und eingelegten Sardellen.

TEMPERATUR > 180 °C
DAUER > 1–2 Min.
PANADE > Mehl, dünn

Frittierte Sardellen – in Italien als Acciughe fritte bekannt – sind ein Klassiker der italienischen Antipasti-Küche. Die kleinen, zarten Fische werden nur in Mehl gewendet und kurz frittiert, bis sie knusprig und goldbraun sind. Anders als eingelegte Sardellen (die man aus dem Glas kennt) werden für dieses Rezept frische Sardellen verwendet – sie haben ein milderes, zarteres Aroma und eignen sich hervorragend zum Frittieren.

Zutaten (für 2–3 Personen)

Zubereitung

  1. Die Sardellen unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen – Feuchtigkeit ist hier besonders kritisch, da die Fische klein und dünn sind und sonst stark spritzen.
  2. Das Mehl auf einen Teller geben, die Sardellen portionsweise darin wenden – nur eine dünne Mehlschicht, überschüssiges Mehl gut abschütteln.
  3. Das Öl auf 180 °C erhitzen. Die Sardellen portionsweise (nicht zu viele auf einmal) ins heiße Öl geben und 1–2 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind – wegen der geringen Größe geht das sehr schnell.
  4. Mit einem Schaumlöffel herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen, sofort salzen und mit Zitronenspalten servieren.
Der wichtigste Punkt: Sardellen sind klein und dünn – sie brauchen nur eine hauchdünne Mehlschicht und eine sehr kurze Frittierzeit. Zu lange im Öl werden sie schnell trocken und bitter. 1–2 Minuten reichen völlig aus.

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Woher bekommt man frische Sardellen?

Frische Sardellen sind hierzulande nicht in jedem Supermarkt erhältlich, aber gut sortierte Fischhändler oder Fischtheken größerer Märkte führen sie oft, besonders in Küstennähe oder auf Wochenmärkten. Alternativ lassen sich ähnliche kleine Fische wie Sprotten, Heringe oder kleine Makrelen nach demselben Prinzip zubereiten. Frische Sardellen erkennt man an klaren, glänzenden Augen, einer festen, glänzenden Haut und einem milden, frischen Geruch (nicht streng nach Fisch).

Sardellen frisch vs. eingelegt – der entscheidende Unterschied

Für dieses Rezept werden ausdrücklich frische, nicht eingelegte Sardellen benötigt. Die bekannten Sardellenfilets aus dem Glas oder der Dose sind bereits in Öl oder Salzlake eingelegt und stark gesalzen – sie eignen sich nicht zum Frittieren, sondern sind als fertiges Würzmittel für andere Gerichte gedacht (etwa als Topping auf Pizza oder in Saucen). Frische Sardellen dagegen sind mild und zart und entfalten beim Frittieren ein ganz anderes Aroma.

Fritto Misto: Sardellen als Teil einer Mischplatte

In Italien werden frittierte Sardellen häufig nicht allein, sondern als Teil eines Fritto Misto serviert – einer gemischten Frittierplatte aus verschiedenen kleinen Fischen und Meeresfrüchten. Passend dazu eignen sich unsere Rezepte für frittierte Calamari und Garnelen, die sich mit denselben Grundtemperaturen kombinieren lassen. Wichtig ist dabei, jede Zutat einzeln und nur so lange wie nötig zu frittieren, statt alles gemeinsam ins Öl zu geben – kleine Fische brauchen kürzer als Calamari.

Weitere Fisch- und Meeresfrüchte-Rezepte im Ratgeber Fisch & Meeresfrüchte frittieren sowie im Beitrag Frittierte Calamari mit Zitrone.

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