Backfisch ist der klassische Imbiss- und Fischbuden-Snack: ein paniertes Fischfilet, meist aus Seelachs oder Kabeljau, das goldbraun und knusprig frittiert wird. Anders als beim britischen Fish and Chips kommt hier keine Bierteig-Panade zum Einsatz, sondern die klassische dreistufige Panade aus Mehl, Ei und Semmelbröseln.
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 Fischfilets (Seelachs, Kabeljau oder Scholle), je etwa 150 g
- 60 g Mehl
- 1 Ei, verquirlt
- 100 g Semmelbrösel
- Salz, Pfeffer
- Neutrales Öl zum Frittieren
- Zitronenspalten zum Servieren
Zubereitung
- Fischfilets trocken tupfen, salzen und pfeffern.
- Nacheinander in Mehl, dann in verquirltem Ei und zuletzt in Semmelbröseln panieren, dabei die Panade leicht andrücken.
- Öl auf 175–180 °C erhitzen.
- Filets 4–6 Minuten frittieren, je nach Dicke, bis die Panade goldbraun ist und der Fisch sich leicht mit der Gabel in Flocken teilen lässt.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Zitrone servieren.
Die 5 häufigsten Fehler bei Backfisch
- ❌ 1. Fisch nicht trocken getupft Feuchtigkeit lässt die Panade abfallen – immer gut abtrocknen!
- ❌ 2. Panade zu dick Eine schwere Panade erdrückt den Fischgeschmack – lieber dünn panieren.
- ❌ 3. Öl zu kalt (unter 170 °C) Die Panade saugt sich voll und wird labbrig.
- ❌ 4. Zu lange frittiert Der Fisch trocknet aus – bei 4–6 Minuten bleiben, je nach Dicke.
- ❌ 5. Falscher Fisch Zu dünne Filets garen zu schnell – lieber etwas dickere Stücke wählen.
Welcher Fisch eignet sich?
Seelachs und Kabeljau sind die klassischen Backfisch-Sorten, da ihr festes, weißes Fleisch beim Frittieren nicht so leicht zerfällt wie zarterer Fisch. Auch Scholle und Rotbarsch funktionieren gut. Wichtig ist, dass die Filets nicht zu dünn sind – dünne Stücke garen zu schnell durch, bevor die Panade richtig knusprig wird, und trocknen leichter aus.
Die richtige Panade-Technik
Für eine gleichmäßige, gut haftende Panade sollten die Filets erst gründlich trocken getupft werden, bevor sie in Mehl gewendet werden. Das Mehl bildet eine trockene Grundlage, an der das Ei besser haftet, und das Ei wiederum sorgt dafür, dass die Semmelbrösel fest ankleben. Wer die Panade besonders knusprig mag, kann die Filets nach dem ersten Panieren ein zweites Mal durch Ei und Brösel ziehen – das ergibt eine dickere, robustere Kruste.
Herkunft: die norddeutsche Fischbude
Backfisch ist eng mit der norddeutschen Küstenküche verbunden, wo er traditionell in Fischbuden an Häfen und Stränden verkauft wird. Das "Backfischbrötchen" – ein Brötchen mit frittiertem Fisch, Salat und Remoulade – ist dort ein fester Bestandteil vieler Speisekarten und lässt sich mit diesem Rezept auch zu Hause nachbauen.
Typische Beilagen
Klassisch wird Backfisch mit Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Pommes serviert, dazu oft Remoulade. In norddeutschen Fischbuden ist auch ein einfaches Brötchen mit Backfisch, Salat und Remoulade ("Backfischbrötchen") verbreitet.
Weitere Fischrezepte und Temperaturen im Ratgeber Fisch & Meeresfrüchte frittieren sowie im Beitrag Fish and Chips.
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