Frittierter Camembert ist ein Klassiker der deutschen und österreichischen Küche – oft serviert als Vorspeise oder Snack, mit Preiselbeeren und einem knackigen Salat. Der größte Stolperstein: Der Käse läuft beim Frittieren aus, bevor die Panade knusprig ist. Der Trick ist einfach: Die panierten Käsestücke vor dem Frittieren gut anfrieren. So hat die Panade genug Zeit, eine feste Hülle zu bilden, während der Käse innen langsam cremig wird.
Zutaten (für 4 Personen)
- 2 kleine Camembert (je ca. 125 g) – am besten etwas fester, nicht zu weich
- 50 g Mehl
- 1 Ei, verquirlt
- 100 g Semmelbrösel oder Panko
- Optional: 1 TL Paprikapulver für die Panade
- Neutrales Öl zum Frittieren (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- Preiselbeerkonfitüre zum Servieren
Zubereitung
- Die Camembert halbieren oder vierteln – je nach gewünschter Portionsgröße. Die Stücke sollten etwa 2–3 cm dick sein.
- Jedes Stück nacheinander in Mehl, dann in verquirltem Ei und zuletzt in Semmelbröseln wenden – die Panade gut andrücken. Für eine besonders dichte, knusprige Kruste den Vorgang ein zweites Mal wiederholen (doppelt panieren: Mehl → Ei → Brösel → Ei → Brösel).
- Die panierten Stücke auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mindestens 1 Stunde im Gefrierfach anfrieren lassen – am besten über Nacht. Das ist der wichtigste Schritt.
- Das Öl auf 175 °C erhitzen. Die tiefgekühlten Camembert-Stücke portionsweise 2–3 Minuten frittieren, bis die Panade goldbraun ist – dabei einmal wenden.
- Sofort mit Preiselbeerkonfitüre servieren, solange der Käse innen noch warm-cremig ist.
Die 5 häufigsten Fehler bei frittiertem Camembert
- ❌ 1. Käse nicht angefroren Er läuft aus – mindestens 1 Stunde einfrieren!
- ❌ 2. Zu weicher Camembert Er zerfließt beim Frittieren – lieber einen etwas festeren wählen.
- ❌ 3. Panade zu dünn Sie hält nicht stand – doppelt panieren für eine robuste Hülle.
- ❌ 4. Öl zu kalt (unter 170 °C) Die Panade saugt sich voll und wird fettig.
- ❌ 5. Zu lange frittiert (über 4 Min.) Der Käse läuft aus – bei 2–3 Minuten bleiben.
Variationen – andere Käsesorten und Dips
Statt Camembert kannst du auch andere Käsesorten frittieren – Brie, Ziegenkäse oder Feta funktionieren ebenfalls, solange sie fest genug sind. Ziegenkäse wird oft mit Honig serviert, Brie mit Preiselbeeren oder einem Feigen-Senf-Dip. Wer es würziger mag, mischt etwas Paprikapulver oder gehackte Walnüsse unter die Panade. Auch eine Honig-Senf-Sauce oder warmer Holunderbeersaft-Sirup passen gut zum warmen, cremigen Käse.
Warum anfrieren so wichtig ist
Ohne das Anfrieren vor dem Frittieren läuft der Käse fast immer aus, bevor die Panade richtig durchgegart und knusprig ist – der Temperaturunterschied zwischen der kalten, angefrorenen Füllung und dem heißen Öl gibt der Panade genug Zeit, fest zu werden, während der Käse innen erst langsam auftaut und cremig wird. Das ist besonders bei Camembert wichtig, da er bei Zimmertemperatur schnell weich wird und sich beim Panieren verformt.
Typische Beilagen
Klassisch wird frittierter Camembert mit Preiselbeeren, einem gemischten Salat mit Vinaigrette und etwas Brot serviert. Der frische Salat und die säuerliche Konfitüre bilden einen guten Kontrast zum cremigen, fettigen Käse. Auch ein Spritzer Zitrone passt gut.
Weitere panierte Gerichte mit und ohne Fleisch findest du im Ratgeber Gemüse frittieren. Auch Champignons frittieren und Avocado frittieren sind ähnlich im Handling.
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