Blätterteig wird normalerweise gebacken, nicht frittiert – die vielen dünnen Butterschichten sind darauf ausgelegt, im Ofen aufzugehen. Im heißen Öl verhält sich Blätterteig anders: Er kann hervorragend gelingen, wenn man ein paar Besonderheiten beachtet, oder schnell zu einem fettigen, ungleichmäßig gegarten Klumpen werden, wenn nicht.
Warum Blätterteig beim Frittieren anders reagiert
Die vielen dünnen Teig-Butter-Schichten im Blätterteig sind sehr empfindlich gegenüber Temperatur. Ist der Teig beim Frittieren zu warm, schmilzt die Butter zwischen den Schichten zu schnell, statt Dampf zu bilden, der den Teig auflockert. Das Ergebnis wird dann fettig statt blättrig-knusprig. Der Schlüssel liegt deshalb in gut gekühltem Teig und kleineren, gefüllten Portionen statt großer Flächen.
Zutaten (für ca. 10 Taschen)
- 1 Rolle Blätterteig, kalt aus dem Kühlschrank
- Füllung nach Wahl (z. B. Apfelmus mit Zimt, oder herzhaft: Käse und Schinken)
- 1 Ei zum Verschließen
- Neutrales Öl zum Frittieren
Zubereitung
- Blätterteig kalt ausrollen und in kleine Quadrate schneiden.
- Je einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben, die Ränder mit etwas verquirltem Ei bestreichen und zu Dreiecken oder Täschchen falten, die Ränder fest andrücken.
- Gefüllte Taschen vor dem Frittieren nochmals 15–20 Minuten kalt stellen – das verhindert, dass die Butter im Öl zu schnell schmilzt.
- Öl auf 175 °C erhitzen.
- Taschen portionsweise 2–3 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und blasig aufgegangen sind.
Mehr zu anderen Ausbackteig-Varianten im Ratgeber Ausbackteig-Rezepte.